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Das neue "Museum Folkwang" in Essen

14. April 2010 von André Burkhardt

Die Eröffnung des Neubaus des Museum Folkwang war eines der ersten wichtigen Events der "Ruhr 2010". Das von David Chipperfield geplante Museum ist ein sehr ruhiges, aber auch sehr offenes Gebäude an einer wichtigen Verkehrsachse der Stadt Essen. Dieses, durch seine Atrien geprägte und dadurch mit viel Tageslicht durchfluttete Gebäude, öffnet sich zur Stadt und schottet sich dennoch nach Innen mit seinen Blickbeziehungen zur ausgestellten Kunst ab. Eines dieser Atrien bildet den Eingangsbereich des Museums.

Rampe am Museum Folkwang

An dieser Stelle wird für mich als Besucher, mit verstärktem Fokus auf die Barrierefreiheit deutlich, daß die wichtigen Einrichtungen für die Zugänglichkeit (Rampe und Aufzug) ein gestalterisches Mittel in der ersten Reihe geworden sind. In die wichtige Straßenansicht einbezogen, werden die Rampe und der Aufzug, sowie aber auch die Zufahrt zur Tiefgarage, in das Gesamtbild integriert. Ich denke, dieses ist eine deutliche Aussage, daß barrierefreie Zugänglichkeit und gute Architektur nicht im Widerspruch stehen müssen. Sicherlich, beim zweiten Hinschauen erkennt man, daß die Rampe nicht den Anforderungen einer nutzbaren Rampe im Sinne der DIN Normung entspricht, da hier nur um einen Punkt zu nennen, z.B. die Zwischenpodeste nach 6 m Rampenlänge nicht vorgesehen sind. Zumindest ein Podest hätten sich sicherlich auch ohne gestalterische Einbußen integrieren lassen.

Auch die Barrierefreiheit für Menschen mit Sehbehinderung ist fast vollständig unberücksichtigt und die visuellen Informationen des Museums könnte auch für Sehende Besucher deutlicher herausgearbeitet werden. Dennoch, daß man sich mit dem Thema Barrierefreiheit auseinandergesetzt hat, wird an der Beschilderung des Behinderten WC deutlich - "Behinderte Menschen" - heißt es dort. Ob hier eine glückliche Formulierung gewählt wurde, ist fraglich, wenn man dem getuschel rund um das WC glauben darf. Manchmal ist weniger doch mehr.

Mein Fazit ist trotzdem ein sehr gelungenes Museum mit dem wichtigen Ansatz die barrierefreie Zugänglichkeit nicht auf einen "Nebeneingang" zu reduzieren.

Gewinner des "Barrierefrei-Award 2010"

13. April 2010 von André Burkhardt

Durch das Internetportal www.barrierefrei.de sind wir in der Kategorie „Barrierefreies Bauen“, für unseren Internetauftritt, mit dem 1. Preis des Barrierefrei-Award 2010 ausgezeichnet worden.

 

„Ihr Webangebot ist Gewinner des Barrierefrei-Awards 2010 in der Kategorie Barrierfrei Bauen. Beispielhaft barrierefrei programmiert, speziell auf Menschen mit Behinderungen ausgerichtet, übersichtlich, intuitiv aufgebaut, gestalterisch und inhaltlich anspruchsvoll – das sind die Kategorien, in denen barrierefrei.de, das Portal für barrierefreies Bauen und Wohnen, deutschsprachige Internetseiten bewertet hat. Und Ihr Portal hat dabei in allen Wettbewerbskategorien absolut überzeugt.“ heißt es von der Jury.

USA, das Land der unbegrenzten Zugänglichkeit?

20. Februar 2010 von André Burkhardt

Diese Frage stand bei meinem kurzen Aufenthalt in New York im Raum. Um es schon mal vorweg zu nehmen - sicherlich nicht unbegrenzt, aber es wird versucht an fast allen Stellen barrierefreie Zugänglichkeit zu schaffen.

Dennoch den Eindruck den man nach kurzer Zeit gewinnt - es gibt grundsätzlich einen anderen Umgang mit diesem Thema im Gegensatz zu Europa.

Ganz unabhängig von den baulichen Gegebenheiten ist auffällig, daß Amerikaner offener mit dem Thema Behinderung umgehen und weniger Berührungsängste haben. Diese Mentalität, die sich nach Aussage von Amerikanern über die Jahre immer weiter Entwickelt hat, spiegelt sich auch in den baulichen Gegebenheiten wider. Sicherlich sind die juristischen Grundlagen in den USA andere als in Europa und der Begriff "Diskriminierung" zieht bedeutend schwerwiegendere Folgen nach sich als hier zu Lande. Eine unterschwellige Angst vor einer Klageflut hat dieses Bewußtsein in den USA sicherlich sehr stark mit geprägt.

Wegweiser "Wheelchair Accessible Entrance"

Was In den USA mit einem sehr großen Prakmatismus umgesetzt wird und der baulichen Barrierefreiheit in  der Gesamtheit sehr stark nutzt, ist das die Vorteile einer barrierefreien Gestaltung als Nutzen für Alle gesehen werden. In öffentlichen Gebäuden gibt es nur sehr selten separate Behinderten-WC´s, sondern diese werden in die vorhanden WC Anlagen z.B. durch größere WC Kabinen integriert. Eine Umsetzung wie es die DIN fordert, wird man in den seltensten Fällen finden, dennoch ist die Menge der pragmatischen Umsetzungen der große Nutzen für eine große Anzahl von Menschen mit einer Mobilitätseinschränkung. Es bleibt die Erfahrung, daß die Nutzung von nahezu allen Einrichtungen in einer Stadt wie New York, für Menschen mit einer Mobilitätseinschränkung möglich ist. Einzig die U-Bahn verfügt bisher nur an ausgesuchten Stellen über Aufzüge.

Neue Website und Blog Online!

7. Februar 2010 von André Burkhardt

Hiermit wird der neue Blog von burkhardt architekten eröffnet.

architektur ohne-barriere hat seit dem 1. Februar 2010 einen neuen Büronamen. Wir heißen von nun an burkhardt architekten. Unsere Leistungen bleiben die gleichen, wir haben nur einen neuen Namen!

Ich werde in Kürze auf dem Blog meine persönlichen Beobachtungen, Erlebnisse und Neuigkeiten bezüglich barrierefreier Stadt- und Gebäudeplanung beschreiben.

Montagebeispiel eines Stützklappgriff

Zu solchen Beobachtungen könnten dann z.B. so ein Montagebeispiel von einem "Stützklappgriff" gehören. Aber ich möchte natürlich nicht nur negative Beispiele der barrierefreien Planung zeigen, sondern auch viele gute Beispiele die uns bei unserer täglichen Arbeit begegnen.

Über Anregungen und Kommentare freuen wir uns natürlich jeder Zeit!

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